Eine stärkere Einbindung der Beteiligten in die künftige Organisation der Schulkindbetreuung wird von Dirk Braun und Ute Sturm begrüßt. Mit dem Vorsitzenden und der Vorstandsbeauftragten der Schülerbetreuung an der Wingertsbergschule Lorsch unterhielt sich SPD-Landratskandidat Karsten Krug. Er stellte dabei seine Überlegungen vor, die verschiedenen Modelle im Kreis Bergstraße unter einen Hut zu bringen. Entstehen soll so ein flexibles und möglichst einheitliches Modell unter dem Dach einer gemeinnützigen gGmbH.

Dirk Braun schilderte dem SPD-Kandidaten zu Beginn die Situation der Schülerbetreuung in Lorsch. Es gibt acht Gruppen. Gewählt wurde das Modell „familienfreundlicher Kreis“ – was aber heißt, dass „nur“ drei Gruppen insgesamt über den Kreis finanziell unterstützt werden, so Braun. Betreuungszeiten gibt es seinen Worten zufolge für die Gruppen bis 13.10, 14.30 und 16.30 Uhr. Zwischen 14.30 Uhr und 16.30 Uhr existiert eine große Flexibilität bei den Abholzeiten, erläuterte der Vorsitzende, was so den Wünschen der Eltern vor Ort entgegenkommt.

Wie Braun und Sturm sagten, funktioniert die Zusammenarbeit mit der Schule gut. Allerdings ist der Ausbau der Betreuungs-Kapazitäten aus räumlichen Gründen schwierig. Braun ergänzte, dass in den vergangenen Jahren die Nachfrage zu fast 100 Prozent gedeckt wurde. Krugs Überlegungen, ein flexibles und möglichst einheitliches Modell in Zusammenarbeit mit den Beteiligten wie Schule, Elternschaft und Träger zu realisieren, fanden bei den beiden Fachleuten grundsätzliche Zustimmung.

Der SPD-Landratskandidat erläuterte sein Vorhaben zur Gründung einer gGmbH. Diese soll dazu dienen, alle Akteure der Schulkindbetreuung im Kreis einzubinden und die Organisation zu optimieren. Auch geht es Krug darum, die Gebühren kreisweit einheitlich zu gestalten. Für Eltern ist es oft schwer nachzuvollziehen weshalb Schulen in derselben Kommune verschiedene Gebühren erheben für gleiche Angebote. Ihm geht es um die bestmögliche Versorgung der Schüler in den Betreuungszeiten, welche für die Eltern so gut wie möglich zugeschnitten und finanziell verständlich und darstellbar sind. Er dankte dem ehrenamtlich geführten Verein, der Jahr für Jahr in Sachen Schülerbetreuung in Lorsch eine immense Arbeit leistet. „Die von mir geforderte gGmbH kann gerade in solchen Situationen künftig Entlastung und Unterstützung bieten, es steht aber in keiner Konkurrenz zu den bereits bestehenden Partnern, die im Kreis Schulkindbetreuung anbieten. Es soll zu einer Schnittstelle kommen und dort ansetzen wo Betreuungsmodelle fehlen oder umgebaut werden sollen “, betonte der SPD-Landratskandidat.

Am 21. Oktober lädt der Landratskandidat zu einer Veranstaltung zum Thema Schule und Schulkindbetreuung im Kreis Bergstraße ins Pegasus nach Bensheim ein. Gemeinsam mit Vertretern aus der Elternschaft, der Politik und von Trägern der Betreuungsangebote soll hier ein Austausch stattfinden, welche Herausforderungen in den nächsten Jahren anzupacken sind.