Diskussionsrunde im „Pegasus“ findet wegen Corona-Pandemie am 21. Oktober 2020 im Netz statt.

Eigentlich wollte SPD-Landratskandidat Karsten Krug mit verschiedenen Fachleuten am Mittwoch, 21. Oktober, im „Pegasus“ über die Zukunft der Schulkindbetreuung diskutieren. Die steigenden Corona-Zahlen „lassen jedoch eine Präsenzveranstaltung nicht zu“, bedauert er. „Ich halte das nicht mehr für verantwortlich“, so Krug. Sie soll deshalb als Livestream auf Facebook stattfinden.

„Ich hoffe, dass alle für die Veränderung Verständnis aufbringen und beim Livestream ebenso teilnehmen können“, betont der SPD-Landratskandidat. Zugeschaltet vom heimischen Rechner sind
Johannes Steigleder, Geschäftsführer der Purzel gGmbH,
Katrin Hechler, Sozialdezernentin des Hochtaunuskreises,
 Dirk Braun, Vorsitzender der Schülerbetreuung an der Wingertsbergschule,
 Martina Tavaglione, Elternbeiratsvorsitzende am Überwald-Gymnasium Wald-Michelbach und Beschäftigte in der Schülerbetreuung sowie
Luc Chatelais, Kreisschülersprecher bis Sommer 2020.
Die Moderation hat Philipp Ofenloch, Vorsitzender der JUSOS Bergstraße.

Die Schulkindbetreuung im Kreis Bergstraße existiert derzeit in vielen verschiedenen Angeboten. Es gibt unterschiedliche Betreuungsmodelle und Träger sowie Elterngebührenmodelle. Diese Vielfalt führt manchmal zu Verwirrung, aber auch Missverständnissen, erläutert SPD-Landratskandidat Karsten Krug.

Er fordert schon seit längerem die Gründung einer gemeinnützigen Gesellschaft (gGmbH) für die Schulkindbetreuung im Kreis Bergstraße. Dieses Modell gibt es unter anderem bereits im Hochtaunuskreis. Von den dortigen Erfahrungen berichtet die Kreisbeigeordnete Katrin Hechler (SPD). Ziel der angestrebten Betreuungsform ist es, allen Beteiligten ein möglichst einheitliches, aber auch flexibles Betreuungsmodell anzubieten. Der SPD-Landratskandidat sieht zwar einerseits Vorteile in der bisherigen Lösung der Schulkindbetreuung – nämlich, dass es vor Ort verschiedene Lösungen gibt. Andererseits ist genau dies seinen Worten zufolge auch unübersichtlich „und führt immer wieder zu größeren Diskussionen in der Schulgemeinde“. In diesen geht es darum, welches Modell von Schule und Eltern präferiert wird sowie welche Auswirkungen es auf flexible Abholzeiten und Gebühren hat. Weiter ist laut Krug nicht geklärt, wer bei der Schulkindbetreuung inhaltlich „den Hut aufhat“: ob dies der Träger oder gegebenenfalls die Schule ist.