SPD-Landratskandidat Karsten Krug im Videogespräch mit Georg Schumacher, Vorstand der Energiegenossenschaft Starkenburg.

Im Kreis gibt es noch große Potenziale für Photovoltaikanlagen. Das bestätigte Georg Schumacher, Vorstand bei der Heppenheimer Energiegenossenschaft Starkenburg (ES), gegenüber SPD-Landratskandidat Karsten Krug in einem Videogespräch . Die ES hat in den vergangenen mehr als zehn Jahren viele bürgerfinanzierte Projekte im Kreis zur Nutzung regenerativer Energien umgesetzt, erläuterte der in der Heckenmühle beim Wald-Michelbacher Ortsteil Aschbach wohnende Schumacher. Die Genossenschaft war dabei sowohl im Bereich Windkraft und Biogasanlage als auch Photovoltaikanlagen tätig, führte er weiter aus. „Wir sehen große Potenziale, im Kreis noch mehr solcher Projekte zu initiieren“, betonte er. Auf Kreisliegenschaften wie Schulen könnte Solarenergie genutzt werden. Schumacher nannte beispielhaft das Projekt an der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) in Bensheim unter Einbeziehung der Schüler.

„Leider blockiert der Kreis weitere solcher Projekte“, bedauerte der ES-Vorstand. Mit der noch nicht erfolgten Gründung einer gGmbH sollen Potenziale selbst genutzt werden. Bei diesem Vorhaben sieht der Fachmann einige Herausforderungen auf den Kreis zukommen, sowohl wirtschaftlich als auch ressourcentechnisch.

Karsten Krug machte deutlich, dass er als Landrat die potenziellen Flächen eher Dritten anbieten will, als dass der Kreis hier selbst wirtschaftlich tätig wird. Das Projekt an der GSS zeigt für ihn, wie eine Win-Win-Situation geschaffen werden kann: für den Kreis, seine Bürger, die Schüler und deren Sensibilisierung für solche Themen. Der SPD-Landratskandidat wies darauf hin, dass es noch große Potenziale bei der Nutzung von Flächen im gewerblichen Bereich gibt. Er bot seine Unterstützung dahingehend an, einerseits die Eigentümer für diese Themen zu sensibilisieren und andererseits künftig frühzeitig vor Baubeginn mögliche Potenziale zu klären.